26.1: Input-Tag „Die Polizei bei der Arbeit filmen“

Sa. 26. Januar 2019 13-17 Uhr, Calvinhaus Bern

HINTERGRUND:
Im Herbst 2017 verlangte ein Polizist, dass private Handybilder einer Festnahme gelöscht werden. In der Folge wurde gegen den Polizisten eine Anzeige eingereicht und medial darüber berichtet. Im Lichte eines möglichen baldigen Verfahrens wollen wir einen Workshop-Tag organisieren und folgende Fragen vertiefter analysieren: Wie ist die rechtliche Lage, wenn wir die Polizei bei der Arbeit filmen? Was genau bedeutet das «Recht auf das eigene Bild»? Darf die Polizei uns zwingen, die Aufnahmen zu löschen, was wenn sie das Handy konfiszieren will? Wann und weshalb darf die Polizei uns filmen? Und wie gehen wir künftig mit polizeilichen Bodycams um?

ABLAUF
13:00-15:00 INPUTREFERATE 

Rechtliche Grundlagen und offene Fragen zum Filmen der Polizeiarbeit
Was ist erlaubt und was nicht, welche Bedeutung hat das «Recht auf das eigene Bild», wo sind die Graubereiche und was sind die Risiken?
Amr Abdelaziz, Rechtsanwalt LL.M., Zürich

Die BodyCam am RoboCop
Erste Erfahrungen mit polizeilichen Bodycams in Deutschland – mit einem Blick in die USA.
Volker Eick, Politikwissenschaftler, fachlicher Mitarbeiter für den Vorstand des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein e.V., Berlin.

15:30-17:00 WORKSHOPS (parallel)

«Legal Teams» und ihre Rolle
Was sind die Aufgaben des Legal-Teams an einem Protest? Was kann die Anwesenheit eines Legal Teams bewirken?
Input: Zusammen erarbeiten wir die rechtlichen Grundlagen: Wann und warum darf die Polizei mich filmen? Was passiert wenn ich von der Polizei gefilmt werde? Was sind meine Rechte?
Legal Teams der Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern

Tipps und Tricks beim Filmen der Polizei
Was muss beachtet werden, wenn wir die Polizei filmen? Welche Tipps und Tricks gibt es dabei und im Speziellen im Umgang mit der Polizei?
Miklós Klaus Rózsa, Fotograf

17:00 AUSTAUSCH UND APÉRO

Und ab 20:00 im Kino Reitschule: Staatenlos – Klaus Rózsa, Fotograf; Film von Erich Schmid