Police the Police – Zeit endlich hinzuschauen!

Seit Wochen sorgt die Berner Kantonspolizei mit ihrer PR-Offensive für Unsicherheit in der Stadt Bern. Unter dem Deckmantel der Drogenbekämpfung gefährdet sie zahlreiche Menschen. Den Startschuss der Machtdemonstration gab die Kapo vor Kurzem selbst. An einem Freitagabend fuhren Beamte mit einem Auto bei der Reitschule in eine Menschenmenge. Was danach passierte, kennen mittlerweile alle: Ihre Medienstelle relativierte, die Medien polemisierten, die Regierung legitimiert… Wohlgemerkt: die polizeiliche Propaganda erfolgt bei einer klaren Faktenlage gegen die Polizei; die Kantonspolizei agiert rein aus Verlegenheit. Währenddessen wird sie von opportunistischen Politiker*innen mit Law-and-Order-Agenda unterstützt.

Laute Kritik an den Institutionen war dieses Mal sehr präsent. Ermöglicht wurde dies durch solidarische Menschen, die Übergriffe beschrieben und dokumentiert haben. Die Öffentlichkeit schaute immer kritischer auf das Handeln der Kantonspolizei. Mit einer Charmeoffensive auf Twitter und in der Presse versuchte die Polizei nun wieder politisches Kapital zu schlagen. Zeitgleich wird täglich massives Racial Profiling verübt, welches der Öffentlichkeit als Drogenbekämpfung verkauft wird. Dabei werden zugleich immer wieder Menschen von Repression getroffen, die Übergriffe dokumentiert haben.

Stoppt Polizeigewalt!

Gewalt wird von der Polizei im Schulterschluss mit dem Staat als Mittel genutzt, eine reaktionäre politische Agenda durchzusetzen. Ihr Ziel ist niemals eine Drogenpolitik mit der Aussicht, Menschen in Not zur Seite zu stehen, sondern Repression zu nutzen, um die bürgerliche Ordnung an sich aufrechtzuerhalten. Heute dient die vermeintliche Drogenpolitik bloss als Freipass für Polizeigewalt. Drogen sind in der Tat ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaftspolitik. Kriminalisierung und Repression dürfen aber nie Teil der Lösung sein.

Daher rufen alle dazu auf, solidarisch hinzuschauen, zu dokumentieren und Betroffene zu unterstützen, wenn die Polizei und der Staat ihre Unterdrückung mit Gewalt durchsetzten. Welchen Deckmantel diese Akteur*innen nutzen, ist unter dem Strich sekundär. Fest steht, dass die Antwort nicht in einer autoritären Ordnung zu finden sein wird. Gemeinsam können wir die Polizeiwillkür endlich anprangern, der Öffentlichkeit zeigen, dass sie omnipräsent ist und der Polizeigewalt ein Ende setzen!

Du hast Material oder ein Gedankenprotokoll zu Übergriffen, die du teilen möchtest? Dann melde dich unter hallo@policethepolice.ch oder auf policethepolice.ch
Die Mediengruppe der Reitschule sammelt ebenfalls Quellen zu Übergriffen im Raum Schützenmatte, dafür kannst du dich unter medien@reitschule.ch melden.